Buten un' Binnen

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In Liebenau fand am 29. und 30. Juni die alljährliche Doppelveranstaltung auf dem berühmt-berüchtigten IVG-Gelände statt.

Insgesamt 110 Starter, darunter vier Volvofahrer, mussten sich auf jeweils drei Prüfungen beweisen. 

Die „Visselfahrt“ begann als erste Veranstaltung zunächst mit heftigem Regen, in Folge dessen das IVG-Gelände sehr glitschig und rutschig war. Bei der ersten Prüfung hatten wir zunächst ein mulmiges Gefühl, da man nicht genau wusste, wie die Verhältnisse nun genau waren. Zu unserer eigenen Überraschung fuhren wir dann die Klassenbestzeit mit 17 Sekunden Vorsprung vor dem bärenstarken Mercedes 190 E 2,5 16V von Koch/Keller. Dieser belegte vier Wochen vorher bei der Rallye Stade den dritten Platz in der Gesamtwertung. Auch die zwei folgenden Wertungsprüfungen liefen für uns sehr gut, sodass wir zur Pause einen Vorsprung von 42 Sekunden auf den Zweiten in der Klasse hatten und insgesamt auf dem 16. Platz lagen.

Der zweite Durchgang der drei Prüfungen verlief weiterhin problemlos und wir fuhren den Klassensieg nach Hause. In der Gesamtwertung belegten wir einen guten 19. Platz. 

Bei der zweiten Veranstaltung „Buten un’ Binnen“ waren die Wetterverhältnisse schon viel besser, die Strecke war schon weitestgehend trocken und ab und zu zeigte sich sogar die Sonne. Allerdings konnten wir nun mit unseren Straßenreifen nicht mehr mit den starken Autos mit Trockenreifen mithalten. Den Mercedes hielten wir nun für unschlagbar. Bei der ersten Prüfung haben wir deshalb viel riskiert und sind trotzdem sauber durchgekommen: Als Ergebnis waren wir sogar zwei Sekunden schneller als der Mercedes. Unsere Devise war daher auch auf der nächsten Prüfung wieder voll anzugreifen. In der vierten Kurve waren wir dann aber doch zu optimistisch und konnten an einer Ecke nicht mehr rechtzeitig bremsen – wir rutschten in den Wald. Dort lag leider ein gefällter Baum, der eine Weiterfahrt unmöglich machte. Das Wegräumen des Baumes und das Befreien des Autos kosteten uns 5 Minuten. Damit war die Chance auf eine gute Platzierung natürlich vergeben. Im Prinzip sind wir dann nur noch für die wenigen Zuschauer und Streckenposten weiter gefahren. Zudem konnten die rutschigen Stellen auf der Strecke immer noch für Überraschungen sorgen. Und tatsächlich, auf der nächsten Wertungsprüfung blieb der Mercedes mit einem technischen Defekt stehen.

Während der letzten Prüfung musste dann Timo Stoll noch ein Rad an seinem Volvo wechseln, und so sind wir doch noch auf den dritten Platz in der Klasse vorgerutscht.

Unser Fazit dieser: eine super Veranstaltung auf einem der besten Rallyegelände Norddeutschlands. Die Organisation war toll und verlief reibungslos. Insgesamt war dies eine kompakte Veranstaltung mit nur 65 km bei 35 Wertungsprüfungs-Kilometern. Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder, trotz der insgesamt einzigen Zeitverzögerung des Tages bei der Siegerehrung, die aufgrund von Zeitunstimmigkeiten auf der ersten Wertungsprüfung der „Buten un’ Binnen“ entstand.